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Katastrophenschutz Deichverteidigung

Für den Bereich Bremerhavens ebenso wie für den Bereich Bremens ist die Deichverteidigung Teil des Katastrophenschutzes.

Hochwasserwarndienst, Deichkontrolle während der Zeit der Hochwassergefahr und vorbereitende Organisation für Deichsicherheitsmaßnahmen sind die wesentlichen Elemente für den Einsatzfall.

Hochwasserwarndienst:

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg errechnet für jedes Tidehochwasser die Abweichung vom mittleren Tidehochwasser. Diese Informationen werden über Radio, Internet (Wasserstandsvorhersage) und telefonischen Ansagedienst der Öffentlichkeit mitgeteilt. Bei bestimmten Vorhersagen für Sturmfluten werden Funktionsträger an der deutschen Nordseeküste auch unmittelbar vom Bundesamt verständigt. So auch der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr für den Bereich Bremen bzw. bremenports für den Bereich Bremerhaven.

Diese Sturmflutvorhersage erfolgt in der Regel etwa 12 Stunden vor dem Hochwassereintrittszeitpunkt. Die Hochwassermeldung für das Binnenhochwasser der Weser wird vom überregionalen Hochwassermeldedienst des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte u.a. an den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr geleitet.

Aufgrund verschiedener Wasserstandspegelauswertungen im Einzugsgebiet der Weser und Aller werden Hochwasserentwicklung und -vorhersage für die Weser ermittelt. Sobald bestimmte Wasserstände der Pegel überschritten sind, wird gemeldet. In der Regel erfolgt dieses mehr als 48 Stunden vor dem Hochwassereintrittszeitpunkt.

Organisation der Deichverteidigung:

Die Durchführung des Hochwasserschutzdienstes (Sturmflutdienst/Deichverteidigung) im Bereich Bremerhaven ist gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen Bremen und bremenports als Regelaufgabe an bremenports übertragen worden. Die abzuleistenden Aufgaben im Deichverteidigungsfall sind in einer jährlich aktualisierten Fassung einer "Sturmflutordnung" von bremenports beschrieben.

Die Sturmflutordnung regelte die einzuleitenden Sicherheitsmaßnahmen bei verschiedenen Hochwasserständen am Landesschutzdeich des Bereiches Bremerhaven.

Im Katastrophenfall in der Stadtgemeinde Bremerhaven – einschließlich des stadtbremischen Überseehafengebietes – ist der Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven für die Durchführung des Katastrophenschutzes (Ortskatastrophenschutzbehörde gemäß Bremer Hilfeleistungsgesetz) zuständig.

Die genannte Sturmflutordnung ist Bestandteil der Katastrophenschutzordnung für die Stadtgemeinde Bremerhaven. Das Hansestadt Bremische Hafenamt ist im Katastrophenfall im Katastrophenstab Bremerhavens vertreten.

In Bremen wird der Alarmkalender für den Katastrophenschutzbereich Deichverteidigung vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr jährlich aktualisiert. Der Kalender enthält Vorschriften für die Meldevorgänge, benennt verantwortliche Personen und Aufgaben im Einsatzfall, enthält Telefon- und Funkgerätenummern, beschreibt sturmflutgefährdete Gebiete, verzeichnet die betroffenen Verbände, wichtige Bauwerke und beschreibt Einsatzkräfte, Material, Geräte und Kraftfahrzeuge.

Der Kalender für den Katastrophenschutzbereich Deichverteidigung ist Bestandteil des Katastrophenschutzkalenders der Stadtgemeinde Bremen. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr ist für den Bereich Katastrophenschutzstab beim Senator für Inneres vertreten.

weitere Informationen: