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Schöpfwerk Wasserhorst

Das neue Schöpfwerk in Wasserhorst ist die modernste, größte und wichtigste Anlage zum Entwässern des Verbandgebiets des BREMISCHEN DEICHVERBANDES AM RECHTEN WESERUFER. Nach seinem Bau 1984 bis 1987 ließ der Deichverband einen Rest der Eingangshalle des alten Schöpfwerks und das Siel stehen. Das alte Schöpfwerk (Baujahr 1862 bis 1864) brachte mit seinen dampfgetriebenen Pumpen die entscheidende Wende im Kampf der Landwirte gegen das Wasser binnendeichs. Die Jahrhunderte der ewigen "nassen Füße" und des kargen Lebens waren endlich vorüber.

Die Erbauer des alten Schöpfwerks gaben deshalb dem Fleet, das seit dem 14. Jahrhundert zum damaligen Waller Siel geführt hatte, nach seinem Ausbau den Namen Maschinenfleet.

Das Maschinenhaus des Schöpfwerks Wasserhorst ist in den Deich eingebaut. Durch die beiden Siele mit Hubschützen kann das Wasser aus dem Fleet frei in die Lesum abfließen, solange draußen Ebbe herrscht. Bei Flut dagegen schließen sich die beiden Stemmtore unter der Straße.

Das Schöpfwerk hat vier elektrisch betriebene Pumpen, die bei Bedarf auch bei Hochwasser in der Lesum große Wassermengen aus dem Maschinenfleet pumpen. Die vier Pumpen können zusammen 14 Kubikmeter Wasser in einer Sekunde fördern - Wasser aus einhundertvierzig Badewannen. Doch meistens genügt es die Siele bei Ebbe zu öffnen, bis die Kontrollpegel am Schöpfwerk, im Maschinenfleet an der Ritterhuder Heerstraße und an der Brücke Waller Straße den Soll-Wasserstand anzeigen. Die gesamte Anlage hat rund 5 Millionen Euro gekostet.
Beim Neubau des Schöpfwerks entstand zwischen der alten Mündung des Maschinenfleets und dem neuen Zulauf eine Halbinsel. Der Deichverband hat dort Boden aufgebracht und Teiche und Tümpel mit vielfältigen Uferzonen angelegt. Die Halbinsel soll sich als Ruhe- und Schutzzone für Pflanzen und Tiere entwickeln. Vom Bankplatz am Schöpfwerk können sie das Gebiet am besten einsehen, aber bitte nicht betreten.

Wenn Kanalisationswasser vom Gehrkenstau her kommt, sorgt im Schöpfwerk ein Steuersystem, in das Daten über Binnenwasserstände und die Wasserstände in Lesum und Wümme einfließen, dafür, dass dieses Mischwasser möglichst schnell abgepumpt wird. Die alte Mündung des Maschinenfleets bietet Fischen Sicherheit bei ihrer Flucht vor der tödlichen Mischwasserwand, denn an dieser Sackgasse rauscht das Mischwasser vorbei. Von hier und von weiteren geplanten ähnlichen Schutzzonen aus können die jeweils Überlebenden die Gewässer erneut besiedeln.

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