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Naturräumliche Entwicklung der Unterweser

Die naturräumliche Entwicklung der Unterweser ist durch die seit 1880 durchgeführten Ausbaumaßnahmen gekennzeichnet. Dieses hat zu veränderten hydraulischen Bedingungen geführt. Vor allem die Niedrigwasserstände haben sich abgesenkt, so dass zur Zeit der Tidehub in Bremen ungefähr 4 m beträgt. Durch diese Veränderungen ergaben sich Konsequenzen für die Deichsicherheit und es bedurfte umfangreicher Anstrengung, die zur heutigen Dimensionierung der Küstenschutzanlagen geführt hat.

Auf dem Bild können sie das Einzugsgebiet der Weser erkennen (für eine Vergrößerung klicken Sie bitte auf das Bild).

Zum Vergleich der großen Flüsse in Deutschland sind in der folgenden Tabelle einigen Kenngrößen aufgeführt:

Weser

Oder

Elbe

Rhein

Einzugsgebiet (km²)

46.000 119.000 149.000 190.000

Lauflänge (km)

721* 860 1.165 1.320

MQ** (m³/s) der

325 518 722 2.230

Jahresreihe

1941/90 1980/90 1926/80 1931/80

* bis Brhv. einschl. Werra (Werra 292 km, Fulda 212 km lang)

** bis zum letzten Abflusspegel

Die Veränderung der Unterweser und insbesondere die Verluste an Uferlänge und Wasserfläche zeigt die folgende Abbildung (für eine Vergrößerung klicken Sie bitte auf das Bild).

Die chronologische Reihenfolge der Ausbauten der Unterweser ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Jahr

Baumaßnahme

1887-95

5 m-Ausbau (Weser-Korrektur nach Franzius)

1906-13

Bau des Weserwehres in Bremen-Hemelingen

1913-16

7 m-Ausbau

1921-24

Erweiterter 7 m-Ausbau (v.a. obere Unterweser)

1925-29

8 m-Ausbau

1953-59

8,70 m-Ausbau

1972-79

9 m-Ausbau (für Schiffe mit Tiefgang von 10,70 m)

Die untenstehende Grafik verdeutlicht die Veränderungen der Tidewasserstände in der Unterweser (für eine Vergrößerung klicken Sie bitte auf das Bild).

Dargestellt sind die Ausbauquerschnitte der Unterweser Unterweserkilometer 11 in Hasenbüren (nach Wetzel 1988).

weitere Informationen: