Schleuse Dammsiel

Die Kleine Wümme endet an der Schleuse Dammsiel. Das alte Siel existiert nicht mehr, seine Funktion hat das Schöpfwerk Wasserhorst übernommen. Früher brachten die Moorbauern ihre Torfkähne aus dem Hammegebiet durch die Schleuse nach Bremen. Heute wird die Schleuse nur noch von Sportbootfahrern genutzt.

Der Schleusenwärter, der gleichzeitig Gastwirt ist, schleuste beispielsweise 1986 etwa 4.800 Boote. Der Deichverband hat die Schleuse 1990/91 erneuert, mit zwei Hubtoren ausgerüstet und eine Zuwässerung installiert, um in Trockenzeiten Wümmewasser einlassen und die Wasserqualität verbessern zu können. Vor der Schleuse mündet das ebenfalls mit Booten befahrbare Gröplinger Fleet in die Kleine Wümme.

Viele Bremer und Bremerinnen verbringen ihre Freizeit auf den größeren Gewässern des Verbandsgebietes: Kleine Wümme, Kuhgraben, Torfkanal, Semkenfahrt, Maschinenfleet und Gröplinger Fleet. Der Deichverband reguliert die Wasserstände so, dass die Boote stets Wasser unter dem Kiel haben, auch wenn für andere Nutzer einmal niedrigere Wasserstände günstiger wären. Er hält die Schleusen in Dammsiel, Kuhsiel und am Ende der Semkenfahrt im Oberblockland funktionsfähig und betreibt sie kostenlos, damit die Boote in die Wümme hinaus- und wieder hereinfahren können.

  • Wummesiede

Durch das Wummesieder Siel kann der Polder Wummesiede aus der Wümme bewässert werden. Außendeichs sehen sie das charakteristische Handrad eines Siels und das Einlaufbauwerk mit dem Schutzgitter. Mit dem Handrad bewegt der Stauwärter die Gewindestange, die den Sielverschluss hebt oder senkt.

Zweimal am Tag läuft die Flut über Weser und Lesum bis in die Wümme und das Wasser steigt mehr als einen Meter über die Höhe der Wiesen, die binnendeichs liegen. Dann kann bei geöffnetem Siel Wasser von außen nach innen fließen. Zugewässert wird vor allem bei längerer Trockenzeit, wenn der Wasserspiegel in den Gräben der Feldmark absackt.

Am gegenüberliegenden Wümmeufer können sie bei Ebbe trockenfallende Süßwasserwatten sehen. Sie gehören zusammen mit den ausgedehnten Röhrichten zu den sehr selten gewordenen Lebensräumen. Süßwasserwatten und Röhrichtflächen machen die Wümme zu einem ganz besonders schutzwürdigen Fluss.